Erinnerungen an mein
"Goldschatz" Bubi
1983 hatte ich den
großen Wunsch einen Nymphensittich zu haben. Ich suchte einen Züchter,
der in meiner Nähe wohnte, fuhr dorthin und sah ihn sofort. Es war
mein Bubi, gerade mal 12 Wochen jung . Einige junge Nymphis saßen
da, aber ich habe mich sofort für Bubi entschieden. Er hatte eine
nicht so schöne Federhaube...sie sah recht zerrupft aus und das fand
ich so süß, dass ich Bubi sofort mit nach Hause nahm. Ich hatte
im Vorfeld schon alles vorbereitet, so dass Bubi direkt in sein neues Heim
einziehen konnte. Es dauerte ca. ein halbes Jahr, bis Bubi zahm wurde.
Und heute weiß ich, dass es falsch war Bubi von Anfang an alleine
zu halten. Leider sagte einem das damals niemand. Heute weiß ich,
dass ich das so NIEMALS mehr machen würde. Auch wenn man zwei, oder
mehrere Nymphis hat, werden sie zahm. Diese Erfahrung habe ich dann selbst
gemacht, als Pauline zu Bubi kam. Er hat nichts von seinem Vertrauen und
seiner Zahmheit verloren. Ich konnte das Gegenteil feststellen. Bubi konnte
sich jetzt entscheiden, ob er gerade mit Pauline kuscheln wollte, oder
ob er eher Lust hatte bei mir zu sein und z.B. auf meiner Schulter zu sitzen
um sich gemütlich zu putzen.
Ich pfiff Bubi jeden
Tag "Alle meine Entchen" vor und eines Tages hörte ich es
fehlerfrei von ihm. Das war eine riesen Freude und er hat dieses einst
erlernte Liedchen bis zu seinem Tod gepfiffen. Allerdings muss ich zugeben,
dass Bubi im Laufe seines langen Lebens (22 Jahre) das eine oder andere
Tönchen vergessen hat, oder einfach irgendwo ein anderes einsetzte.
Aber selbst diese Eigenkomposition hat einem das Herz weich werden lassen.
Sie können
Bubi´s "Alle meine Entchen" hören, wenn Sie rechts
auf den Notenbutton klicken. Bubi war mein Goldschatz
und ich vermisse ihn noch heute so sehr!!!! Ich hörte so gerne sein
Liedchen, habe es immer genossen, wenn er mir ein Küsschen gab, oder
er mich mit einem bestimmten Pfiff rief, wenn er etwas wollte. Denn als
Bubi ca. 20 Jahre alt war, konnte er nicht mehr so gut fliegen. Er musste
dann zu den Orten, zu denen er gerade gerne wollte getragen werden. Irgendwie
wusste ich immer, was er gerade brauchte, oder wollte. Aber wir hatten
ja auch viel Zeit voneinander zu lernen. 
Tja....und Bubi ist
eigentlich auch der Grund dafür, dass es diese Homepage überhaupt
gibt.
In diesen gemeinsamen
und wunderschönen 22 Jahren habe ich so einiges über Nymphensittiche
und deren Gewohnheiten, Verhalten etc. gelernt. So dachte ich mir eines
Tages, warum sollte ich nicht Leuten, die sich auch für diese wunderschönen,
lieben und intelligenten Vögel begeistern helfen, wenn sie Fragen
bezüglich der Haltung und Pflege von Nymphensittichen haben. Ich bat
dann meinen lieben Mann meine Ideen bezüglich der Homepage in die
Tat umzusetzten. Es war viel Arbeit, hat aber auch sehr viel Spaß
gemacht all das, was Sie auf dieser Homepage lesen - und sehen können
zusammen zu tragen.
Das Schicksal wollte
es so, dass mein Bubi nicht mehr bei mir sein kann. Aber er hat für
immer einen festen Platz in meinem Herzen. Ich habe für ihn eine Erinnerungsseite
erstellt. Denn ich wollte, dass auch andere Menschen, die Freude an Nymphensittichen
haben meinen kleinen gefiederten Freund (virtuell) kennen lernen können
um zu sehen, dass eine Mensch - Vogelbeziehung etwas sehr wertvolles und
wunderschönes ist!!!!
Sie finden in Bubi`s Erinnerungsalbum (links
im Menue) eine Auswahl von Bildern, die Bubi (und uns beide zusammen) von 1983 bis 2005 zeigen.
Außerdem gelangen Sie links über das Menue zu Bubi´s Gedicht,
dass ich zu Bubis erstem Todestag geschrieben habe.
Bevor ich mich an
dieser Stelle von Ihnen verabschiede, möchte ich Ihnen noch etwas
sehr, sehr wichtiges mit auf den Weg geben! Halten Sie bitte NIEMALS nur
einen Nymphensittich alleine. Auch wenn Sie glauben, dass Sie ihm genug
Zeit widmen, wird er lebenslang einen artgleichen, gegengeschlechtlichen
Partner vermissen und kein artgerechtes Leben führen können.
Denn er kann seine ("nymphischen") Bedürfnisse NIEMALS mit
einem Menschen ausleben. Er kann Sie nicht verstehen wenn Sie mit ihm reden,
denn Sie sprechen nicht seine Sprache und Sie können ihn niemals so
kraulen wie ein Artgenosse das tut. Er wird sehr einsam sein, wenn Sie
stundenlang das Haus verlassen. Und so gibt es noch viele, viele andere
Dinge, die ihm fehlen werden, wenn Sie ihm keinen artgleichen Partner schenken.
Nicht selten äußert sich die Traurigkeit eines unzufriedenen
Nymphensittichs mit Federrupfen. Ich kannte auch Nymphensittiche, die aus
Einsamkeit zu Schreiern geworden sind! Und es hilft auch nichts, wenn Sie
ihm einen Wellensittich etc. dazu setzen, denn auch die Beiden haben völlig
andere Bedürfnisse und Gewohnheiten, und sich lebenslang nichts zu
erzählen, oder zu geben!!!!!!