Die Geschichte von Pinu und seinen Geschwistern
(1 Bruder, 2 Schwestern) ist eigentlich eine traurige, aber am Ende auch
schöne Geschichte.
|

|
|

|
|
Henryette
beim brüten |
|
|

|
|
www.nymphensittiche-info.de |
|

|
|

|
Seine Eltern waren ein sehr hübsches und
verliebtes Pärchen. Mr. Bob (wildfarbener Hahn) und Henryette (perlschecke
waren super liebe und fürsorgliche Eltern. Henryette und Mr. Bob wechselten
sich beim brüten immer fleißig ab und machten ihre Sache toll.
Dann schlüpfte am 01.12.2005 Kaya, der leider nicht mehr bei uns lebt.
Pinu schlüpfte am 02.12.2005 und an diesem Tag konnte man erkennen,
dass es Henryette nicht mehr gut ging. Ehe man etwas unternehmen konnte,
saß Henryette auf dem Volierenboden und es ging ihr immer schlechter.
Wir erreichten noch unseren Tierarzt, doch als wir Henryette transportfertig
machen wollten, ist sie in diesem Moment über die Regenbogenbrücke
geflogen. Wir waren so entsetzt, geschockt und traurig. Wir standen da
und wußten, dass zwei Küken ihre Mama eigentlich gebraucht hätten
und zwei, die noch auf die Welt kommen wollten natürlich auch. Wir
bangten dann um das Leben der Küken. Aber wir trauten unseren Augen
nicht, als Mr. Bob nicht aufgab, sondern die Aufzucht jetzt ganz alleine
übernahm. Er huderte, er fütterte unaufhörlich. Er hat seine
Aufgabe sehr ernst genommen....sogar zu ernst, denn es wurde für ihn
zu viel, als noch Küken 3 (Nayeli am 05.12.2005) und Küken 4
(Sitara am 07.12.2005) schlüpften. Wir begannen dann etwas zuzufüttern.
Mr. Bob wurde krank, war geschwächt und musste Antibiotika bekommen.
Der Tierarzt besuchte uns dann zu Hause, da wir Mr. Bob nicht auch zusätzlich
mit dem Transport in die Tierarztpraxis belasten wollten und vor allem
weil es auch notwendig war die Küken anzuschauen. Es musste auch festgestellt
werden ob Mr. Bob seine Küken bereits angesteckt hatte. Eine Ansteckung
der Küken konnte der Tierarzt Gott sei Dank ausschließen. Aber
lt. Tierarzt mussten wir Mr. Bob von seinen Küken trennen, da das
Antibiotika durch das auf die Küken überging und ihnen das geschadet
hätte.
|

|
|

|
|
Mr.
Bob ebenfalls beim brüten |
|
|

|
|
www.nymphensittiche-info.de |
|

|
|

|
Tja...ich stand da und musste die Küken mit der Hand aufziehen. Mein
Mann hat mir dabei sehr geholfen, denn ich selbst hatte das bis zu diesem
Zeitpunkt noch nie gemacht. Ab sofort mussten wir die Küken alle zwei
Stunden - Tag und Nacht - füttern. So wechselten wir uns ab und die
Kleinen wuchsen und gediehen prächtig. Es war eine Freude dabei zuschauen
zu dürfen. Ständig begleitete uns aber die Angst, noch irgendwelche
Fehler zu machen. Aber wir hatten ja den Tierarzt an unserer Seite. Gott
sei Dank lief alles reibungslos ab und die kleinen, immer hungrigen Nymphiküken
wurden immer größer und lustiger. Wir hätten nie gedacht,
was so kleine Nymphiküken für einen Lärm machen können,
wenn sie hungrig sind *gg*. Der Nistkasten stand immer in unserer Nähe,
so dass wir immer beobachten konnten, was die Bande treibt. So langsam
fingen sie dann in dem Nistkasten an umher zu spazieren, was sich lustig
anhörte. Ich dachte mir, dass es sinnvoll sein könnte die Küken
immer mit dem selben Pfiff zum futtern aufzufordern.. Und siehe da, es
dauerte nicht lange und sie hatten begriffen, was dieser Pfiff zu bedueten
hat. Immer wenn ich diesen Pfiff los ließ, fingen sie in ihrem Nistkasten
an zu kreischen und ihre Bettellaute von sich zu geben und es konnte ihnen
nicht mehr schnell genug gehen, bis sie aus dem Nistkasten genommen wurden.
Die Bettellaute waren fast ohrenbetäubend *gg*.
Irgendwann schaute man hin und der älteste (Kaya) schaute schon mal
ganz vorsichtig aus dem Kasten heraus. Das war eine riesengroße Freude.
Alle waren putzmunter, nahmen stetig zu und liebten es gekuschelt und gestreichelt
zu werden. Dann kam der Tag, an dem Kaya sich traute aus dem Kasten zu
kommen und kurze Zeit später, durften wir zuschauen, wie er seine
ersten Flugversuche machte. Es hat einem fast die Tränen in die Augen
getrieben bei all diesen Entwicklungen so nah dabei sein zu dürfen
und zu sehen, wie sie einen eigentlich als Mama und Papa ansahen. Sicherlich
es ist nicht normal, aber wir hatten damals keine andere Wahl.
So lebt Pinu jetzt zusammen mit seinen beiden Schwestern Nayeli und Sitara
und mit seinen 6 Freunden. Pauline ist verpaart mit Baldur, Nayeli mit
Zeus und Sissy mit Rico. Da wir nicht züchten, spielt es keine Rolle,
dass Pinu und Sitara Geschwister sind.
Jedenfalls habe ich hier extrem anhängliche Nymphensittiche, die am
liebsten den ganzen Tag auf einem rum turnen würden und freuen sich
ihres Lebens. Kuscheln, gestreichelt werden, futtern und den ganzen Tag
Freiflug haben ist ihnen eine Freude. Ich/wir freuen uns, dass es allen
so gut geht und wir diese große Herausforderung angenommen haben
und anscheinend auch alles richtig gemacht haben. Und die Nympibande dankt
es einem wirklich jeden Tag!
EINES
MÖCHTE ICH ABER DENNOCH BETONEN:
ICH BIN EIN ABSOLUTER GEGNER DER HANDAUFZUCHTEN, WENN ES AUS PROFITGIER
GESCHIEHT. FÜR HANDAUFZUCHTEN MUSS MAN NICHT SELTEN DAS DOPPELTE BIS
DREIFACHE BEZAHLEN!
KEIN MENSCH, DER EIN GEWISSEN HAT NIMMT DEN ELTERN DIE KÜKEN AB UM
SIE MIT DER HAND AUFZUZIEHEN, DAMIT MAN SICH DAMIT EINE GOLDENE NASE VERDIENT.
ICH HABE DAS WIE GESAGT AUS DER NOT HERAUS GETAN UND WÜRDE DAS NIE
OHNE GRUND TUN!!!! DESHALB WERDE ICH AUF MEINER SEITE AUCH KEINE ANLEITUNG
FÜR DIE HANDAUZUCHT VERÖFFENTLICHEN, ABER IN DER GALERIE GERNE
BILDER VON KAYA, PINU, NAYELI UND SITARA ZEIGEN. AUF DIESEN BILDERN KÖNNEN
SIE SELBST SEHEN, WIE SCHNELL MEINE SÜSSE BANDE GEWACHSEN IST.
Fotos