Leider haben nicht alle Tierärzte, die
eine Praxis für Kleintiere führen, auch ausreichend Erfahrungen
mit der Behandlung von Vögeln. Deshalb möchte ich Ihnen dringend
empfehlen, sich bereits in gesunden Tagen Ihres gefiederten Freundes umzuhören,
wo es (in Ihrer Nähe) einen Tierarzt mit einschlägigen Erfahrungen
mit Papageien, bzw. Sittichen gibt. Fragen Sie doch auch mal in einem erfahrenen
Zoohandel nach... auch dort kann man Ihnen evtl. gute Adressen nennen.
Im Falle, dass es Ihrem Nymphensittich einmal nicht gut gehen sollte, zögern
Sie bitte niemals lange mit ihm zum Tierarzt zu gehen. Denn erfahrungsbemäß
verschlechtert sich das Gesundheitsbild eines kranken Nymphensittich oftmals
so schnell, dass es auf jeden Fall ratsam ist sofort den Tierarzt aufzusuchen.
Ein kranker Nymphensittich fällt
auf....
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Kranker
Nymphensittich |
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©
Gezeichnet und zur Verfügung gestellt
von
Silke Klingenberg - Vielen Dank - |
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durch sein lustloses Verhalten. Er wird sich
kaum beschäftigen, meidet die Gesellschaft seiner Artgenossen und
meist auch Ihre. Er sitzt oft sehr teilmahmslos mit geplustertem Gefieder
da und hat den Kopf oft in den Rückenfedern vergraben. Sehr bedenklich
ist es, wenn er gar auf dem Boden sitzt und jegliche Nahrung verweigert!
Evtl. wird er noch mit müdem Blick verfolgen, was ganz nah um ihn
herum geschieht. Er wird oftmals auf beiden Füßen schlafen und
nicht wie sonst nur auf einem Bein. Ihr Nymphensittich wird die Nahrungsaufnahme
extrem verringern, bzw auch ganz einstellen. Ab und an, wird er vielleicht
mit seinem Schnabel lustlos in seinem Futterschälchen graben, aber
nicht fressen. Möglicherweise trinkt er gegen sonst vermehrt. Er wird
auch nicht die gewohnte gerade Körperhaltung einnehmen, sondern eher
in der Waagerechten bleiben und die Flügel hängen lassen.
Es ist jetzt schnelle Hilfe gefragt, denn er wird sehr schnell, sehr kraftlos
sein und kann sogar von der Stange fallen.
Jetzt darf wirklich nicht mehr länger gewartet werden und das Tier
muß unverzüglich zum Tierarzt, bzw. eine Tierklinik gebracht
werden.
Das können Sie bis zum Tierarzttermin
für Ihren kleinen Freund tun:
Sorgen Sie bitte dafür, dass er absolute Ruhe hat. Für gleichmäßige
Wärme sollte auch gesorgt werden! Artgenossen, sollten sicherheitshalber
von dem kranken Tier getrennt werden. Sie können ihm in einem zweiten
Trinkschälchen Kamillentee (kühl) anbieten, damit er selbst wählen
kann, was er trinken möchte. Evtl. können Sie ihm auch eine Infrarot
- Lampe (Rotlicht) aufstellen, aber bitte in einer Enfernung von mindestens
40 - 50 cm!
Und bitte unbedingt darauf achten, dass in einer Ecke des Käfigs Schatten
bleibt und er sich dorthin zurückziehen kann, falls ihm zu warm werden
sollte. Eine abgedunkelte Ecke können Sie durch ein über den
Käfig gehängtes Handtuch erreichen.
Während des Transportes zum Tierarzt, muß der Vogel unbedingt
vor Kälte, Hitze und Zugluft geschützt sein.
Ein großer Karton in den sie einen Transportkäfig stellen (das
Tier muß aufrecht sitzen können) bietet sich hier an. Allerdings
müßen Sie hier für ausreichend Luftzufuhr sorgen (durch
reichlich Löcher im Deckel)!
All das sind nur Hinweise für die Zeit, die man überbrücken
muß, bis der Tierarzttermin da ist. Bitte
gehen Sie aber wie bereits gesagt auf dem schnellsten Weg zum Tierarzt.
Bei mir persönlich gilt hier die Devise:
Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig beimTierarzt vorstellig werden!
Und bitte immer so schnell wie möglich!!! Sollte es einmal nachts
passieren und Ihr Tierarzt ist nicht erreichbar, gibt es bestimmt in Ihrer
Umgebung auch eine Tierklinik die Sie anfahren können!
Es wäre mir jetzt möglich gewesen, an dieser Stelle einige Gesundheitsstörungen
aufzuführen. Doch finde ich das nicht angebracht, denn ich bin (wie
ich bereits mehrfach betont habe) der Meinung, dass man sofort zum Tierarzt
gehen sollte, wenn man feststellt, dass mit dem Vogel etwas nicht stimmt.
Empfehlen möchte ich Ihnen jedoch zum Thema Vogelkrankheiten ein Buch.
Es heißt: Vogelkrankheiten -Ursachen, Erkennung, Behandlung (s.
Buchtipps)